Partners in Peace – Livevortrag

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Wir erzählen von „Partners in Peace 2016“, zeigen Fotos und berichten von unseren Eindrücken dieser Reise. Dazu könnt ihr Jenny Aden, Claire Brown, Jan Kock oder Claudio Gnypek einladen. Ca 45-60 Minuten Zeit brauchen wir für den Vortrag. Dazu arbeiten wir auch gerne mit Gruppen und kommen mit euch ins Gespräch darüber, was wir aus diesen Erfahrungen machen können. So entstand z.B. auf der Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland (Foto) die Idee, Partners in Peace 2018 in Deutschland zu veranstalten.

Den Vortrag zeigen wir auch am
Mittwoch, 16. November 2016
um 19:00 Uhr
in der Ev. Ladenkirche Mülheim
Kaiserstr. 4, 45468 Mülheim / Ruhr

Eintritt frei – wir freuen uns auf euch!

Mission Meeting

Vorgestern sind wir zu dem Mission Meeting der UCC Churches der Reservate in South Dakota gefahren. Dort haben wir viele nette Menschen getroffen und haben einige interessante Predigten gehört. Gleichzeitig hatten wir auch die Chance auf eine Kanutour zu gehen, oder bei einer Demonstration gegen den Bau einer Pipeline, die durch das gesamte Reservat gehen und unter anderen an der einzigen Frischwasserversorgung -dem Missouri River- gebaut werden soll. Ich habe mich für die Kanutour entschieden und bin mit ca. 15 anderen Kinder und Jugendlichen zum nahegelegenen Fluss gefahren und habe dann eine ca. zweistündige Paddeltour durch die Natur unternommen. Jedoch blieb die Kanutour nicht ohne ‚Unfälle‘, sodass mir abends wegen meiner nassen Klamotten echt kalt wurde. Demnach war ich sehr froh, dass wir uns bald darauf auf den Weg in das Motel gemacht haben.


Am nächsten Tag sind wir nach einem herzhaften Frühstück in einem Diner erneut zu dem Mission Meeting gefahren, um an der Morgensandacht teilzunehmen. Wir blieben noch kurz zum Mittagessen und mussten uns dann aber auf den Weg machen, da der lange „Heimweg“ zurück nach Sioux Falls bevorstand. Jedoch haben wir vorher noch einen Zwischenstopp an dem Memorial des Sitting Bull, einem berühmten Indianerhäuptling gemacht. Nach über sechs Stunden Heimfahrt und mehrern Pipipausen kamen wir dann in Sioux Falls an und so langsam hieß es: Abschied nehmen. Denn gestern war der letzte offizielle Abend des Partners in Peace Programms. Heute hat sich unsere Gruppe dann endgültig aufgelöst: die Pennsylvanier sind heute morgen (natürlich nach herzlicher Verabschiedung) als erstes abgefahren. Der Rest hat sich dann auf den Weg zum Flughafen gemacht und dort haben sich unsere Wege dann auch getrennt. Nun sitze ich in meinem Hotelzimmer in Chicago und geniesse unsere letzte Zeit in den Vereinigten Staaten. Die Zeit ist schneller vorbeigegangen als ich dachte- vielleicht sogar ein bisschen zu schnell. Aber ich freue mich darauf nach Hause zu kommen, um meinen Freunden und meiner Familie von all meinen Erlebnissen zu berichten.

Jenny Aden

Von Kirche zu Kirche


Donnerstag

Auf dem Weg von Bridger nach Pierre, der viertgrößten Stadt und Hauptstadt South Dakotas, hielten wir an zwei Reservatskirchen. Beide waren natürlich auf ihre eigene Art und Weise perfekt, aber sowohl im Hinblick auf Zustand und Ausstattung als auch der Lage, wirklich mitten im Nirgendwo und nur über Schotterpisten erreichbar, nicht mit deutschen Kirchen vergleichbar. Der Weg führte uns allerdings nicht direkt nach Pierre, sondern zunächst nach Little Eagle, wo wir für das diesjährige Mission Meeting, eine Art Landeskirchenratssitzung, der South Dakota Conference ein großes Zelt aufbauten. Das Areal ist sehr schön, allerdings gibt es in den beiden Gebäuden kein fließend Wasser und keine sanitären Anlagen, dafür aber ein schön gelegendes Plumpsklo ohne Tür. Von Little Eagle aus ging es dann innerhalb von zwei Stunden nach Pierre wo wir in zwei Nächte in einem Motel übernachtet haben.


Freitag

Nach dem Frühstück heute Morgen sind wir zur First Congregatonal Church gefahren. Allerdings mit eingebautem Umweg über einen Staudamm, der den Missouri vor Pierre aufstaut. Der Stausee hat einiges an Land der Sioux Stämme verschluckt auf dem unter anderem eine Missionskirche stand, die vor der Flutung allerdings versetzt und heute auf dem Staudamm besichtigt werden kann. Nach unserer Ankunft an der Kirche haben wir die letzten Stunden mit Jacquie verbracht, in denen sie mit uns Erlebtes reflektiert, Handlungsvoschläge gegeben und von eigenen Maßnahmen erzählt hat, mit denen sich Unrecht bekämpfen lässt. Nach dem Mittagessen ging es für sie dann zum Flughafen und für den Rest der Gruppe zum Kultur Museums South Dakotas. Dort wurde zunächst über das Leben der Sioux berichtet, dass sogar erstaunlich nüchtern und neutral, danach ging es aber sehr patriotisch weiter. Vom Museum aus ging es für Steak und Burger zum Cattleman’s Club und danach für Kultur zu einem Pow Wow. Ein Pow Wow ist simpel erklärt eine Art Festival auf Indianisch, mit Essen, Tanz, Musik und Wettkampf. Auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung die Kultur der Ureinwohner nahezu unverfälscht erleben zu dürfen.

Jan Kock

Wounded Knee


Heute darf ich (Claire) mal an die Tastatur. Die letzten Tage haben wir viele Museen besucht und viele Monumente oder Institutionen gesehen. Was vielleicht nicht in unseren Bericht deutlich wird, ist die Tatsache, dass um all diese spanneneden Orte zu besuchen, wir viel Zeit in zwei großen weißen Vans verbringen. Distanzen sind einfach ganz anders als in Deutschland. Um beispielsweise zum Devils Tower zu gelangen sind wir ganze sechs Stunden gefahren. Dennoch ist es nicht verschwendete Zeit. Die Autofahrten geben uns die Möglichkeit zum sacken lassen und begreifen. Immer wieder kommen Themen wie Rassismus, Politik und kulturelle Eigenarten zur Sprache. Partners in Peace findet also definitiv auch während der langen Autofahrten statt! 

Am Dienstag besuchten wir die Gedenkstätte zum Massaker am Wounded Knee. 1890 wurden ca. 150 Native Americans von der US. Army ermordet. Die Stätte ist klein. Es gibt einen grauen Mamorstein, der in einem abgezäunten Bereich eines kleinen Freidhofs mitten in den Badlands steht. Innerhalb dieses Zaunes befindet sich das Massengrab. Es gibt kein Museum nur eine Infotafel, die die Natives selber aufgestellt haben, denn die US Regierung hat das Massaker nie als solches anerkannt. Toni erzählte uns, dass es immer noch „Medalls of Honour“, Auszeichnungen für besondere Leistungen, für die Soldaten von damals gibt. Nie wurden ihnen diese Auszeichnungen aberkannt und den Natives die Ermordung ihrer Leute anerkannt. Wieder im Van machen wir unserem Unverständnis Luft. „Wieso gibt eine Regierung nicht zu, dass sie Unrecht getan hat?“ Beispiele wie der deutsche Genozid in Namibia oder der Genozid in Ruanda werden diskutiert. Am Abend geht es bei unserer Gesprächsrunde nur mit den Jugendlichen (uns begleiten acht Erwachsene) unter Anleitung von Jackie, einer Youth Minister der UCC, genau um dieses Thema. Was muss passieren, damit ein Unrecht, wie etwa die Vertreibung der Natives wieder gut gemacht werden kann? Ist es überhaupt möglich ein Unrecht gut zu machen?

Die Zeit mir Jackie ist sehr spannend. Wir besprechen die Nutzung eines Native American Abbildes als Football-Maskottchen und eine Veröffentlichung von Toni zur „Doctrine of Discovery“ (Lehre der „Entdeckung“ Amerikas). Immer wieder kommen Motive auf, die auch in der Weltgeschichte nicht unbekannt sind. Die Ignoranz der westlichen Mächten, die glauben, dass ihre Art und Weise zu leben die einzig Richtige sei und dass sie allen anderen Völkern überlegen seien und daher auch über sie bestimmen dürfen. Von diesem Denken kann man sich selbst auch nicht freisprechen. Vor Jahren gab es einmal eine Gruppe, so wie wir, die helfen wollten und im Reservat Spielplätze gebaut haben. Ein Jahr später war von ihnen nichts mehr übrig, da die Anwohner das Holz aus dem die Geräte gemacht waren, viel mehr brauchten als die Spielplätze. Die Gruppe meinte zu wissen, was die Leute brauchten. Aber sie hörten Ihnen nicht zu, haben sie vielleicht nicht einmal gefragt was sie wollten, ob sie überhaupt etwas wollten. Toni und Jackie haben uns zu verstehen gegeben, dass wir nicht hier sind um etwas zu tun. Wir sind nicht hier um die Welt zu retten. Wir sind zunächst einmal hier um zuzuhören was die Leute um uns herum zusagen haben. Was kann ich von Toni und ihrem Mann Byron, was von ihrer neunjährigen Enkelin Onia oder von Peter und Julie, die schon 20 Jahre die Tour machen, lernen? Was kann Jordan einem darüber erzählen wie es ist als Afro Amerikaner in den USA von heute aufzuwachsen, dass dieses Jahr von Blacklivesmatter Bewegungen und einem Präsidentschaftskandidaten wie Trump geprägt ist? Was kann ich von einer UCC Kirche lernen, die sich selbst als Justice Church bezeichnet? Und vielleicht auch noch wichtig: Was kann ich über meine persönliche Art wie ich mit Menschen umgehe und wie ich über sie denke, lernen? 
Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft bestaunen wir noch die Schönheit der Badlands. Bei Wounded Knee gibt der Boden nicht viel mehr her als zähes Gras und sonderbare Felsformationen. Aber im Nationalpark der Badlands kann man rot-beige gestreifte Berge bewundern und auch besteigen. Atemberaubend. 
Abends kommen wir dann endlich in Bridger, einem kleinen Ort im Reservat an. Hier arbeitet Byron, als Pastor der kleinen 23-Familien-Siedlung. Den Mittwoch verbringen wir in der kleinen Kirche und dem zugehörigen Gemeinderaum. Im Hof laufen die Pferde frei herum, die Byron nutzt um den Kindern und Jugendlichen aus der Umgebung das Reiten beizubringen. Er fährt jeden Tag zwei Stunden von Eagle Bute, welches mitten im Cheyenne River Reservat liegt, nach Bridger, welches an dessen Rand liegt, um dies zu tun. Abends dürfen wir auch reiten. Dabei lassen Kisa und Angel, Byrons Enkel und sein Freund, uns auf den Pferden alt aussehen. Mühelos treiben sie die Pferde zusammen, während wir bemüht sind, sie am Fressen zu hindern. Es war gefühlt der längste aber ruhigste Tag bisher, vor allem weil es ca. 38 Celsius Grad warm war. 

Am Donnerstag geht es wieder weiter, nach Pierre der Hauptstadt South Dakotas. 

Claire Brown

Toni Buffalo


„You are standing on sacred indian land – Herzlich Willkommen auf unserem heiligen Land“ begrüßt uns Toni Buffalo, eine amerikanische Ureinwohnerin vom Volke der Lakota. Sie begleitet unsere Gruppe für einige Tage zusammen mit ihrer Tochter und zwei Enkeln. Am Vormittag erzählt Toni, wie schwer es ihr selbst fiel, sich mit ihrer Identität auseinanderzusetzten. Ihre Eltern hatten sie nur in englischer Sprache erzogen, damit sie mit den Weißen auf Augenhöhe kommunizieren kann. Ihre Traditionen und Kultur waren lange Zeit durch die USA verboten, erst 1973 wurde ihnen z.B. wieder erlaubt, ihre Religion zu leben. „Eine Sprache verliert man nicht wie man seine Brille oder Schlüssel verliert.“ erklärt Toni. „Erst wenn sie über Generationen hinweg systematisch gewaltsam verboten wird, gerät sie in Vergessenheit.“ Heute legt sie viel Wert darauf, dass ihre Kinder und Enkel wieder die Sprache Lakota lernen und dass die Traditionen des Volkes gelebt werden. Sie will nicht, dass amerikanische Indianer als historisches Phänomen oder romantische Schamanen gesehen werden. Sie leben in der Gegenwart und kämpfen immer noch gegen aktuellem Rassismus und Unterdrückung. Viele leben in Reservaten, auf unfruchtbarem Land, auf dem sie ihre traditionelle Lebensweise nicht weiterführen können. Alkohol und eine erschreckend hohe Selbstmordrate sind nur einige Hinweise darauf, dass das Unrecht der letzten Jahrhunderte noch immer anhält. Trotz all dieser Probleme engagiert sich Toni in der UCC – Kirche. Obwohl die Kirche viele Gräueltaten gerechtfertigt hat, hat sie hier einen Ort gefunden, an dem sie Verbündete im Kampf für Gerechtigkeit findet. Ich bin tief beeindruckt von dem Selbstbewußtsein und der Ausstrahlung dieser Frau. 

Claudio Gnypek

Crazy Horse

Heute war der zweite offizielle Tag des Partners in Peace Programms und auch heute gab es viel zu sehen! Nachdem wir heute etwas ausschlafen konnten (Gott sei dank, denn den Schlaf brauchten wir alle) ging es nach einem leckeren Frühstück in Richtung ‚Crazy Horse‘. Crazy Horse war ein berühmter Indianer. Sein Abbild wird zu Ehren und zur Erinnerung aller Native Americans die damals ihr Land verloren haben, in einen riesigen Felsen gemeißelt. Zu dem Besuch von Crazy Horse gehörte auch der Besuch des dazu gehörigen Museums welches mir viel über das Leben der Native Americans beibrachte und auch erzählte, wie sie aus ihrem eigenem Land vertrieben wurden.Nach dem Besuch des Crazy Horse folgte der Besuch des Mount Rushmore. Wo die Abbilder der vier berühmten amerikanischen Präsidenten ebenfalls in Stein gemeißelt sind. Jedoch konnte ich diesen Besuch nicht so sehr genießen, da ich nichg nachvollziehen kann, wie sich Menschen mit den Worten ‚Freedom for everyone‘ schmücken können, wenn ihre Freiheit und alles was sie haben auf dem Land und dem Hab und Gut anderer Menschen basiert.

Am Ende des Tages und zurück in unserem Lodge erzählte uns Toni Buffalo, eine Native American über ihr Leben und ihre Erfahrungen. Das regte ebenfalls zum nachdenken an und nun werde ich gefüllt mit vielen Gedanken, Gefühlen und neuen Erfahrungen zu Bett gehen und freue mich auf den morgigen Tag!

Jenny Aden

Ankunft in den USA


Ich (Jan) habe das große Vergnügen, fünf Tage früher in die USA zu reisen und Freunde meiner Familie in South Carolina zu besuchen. Nachdem mir in den ersten beiden Tagen die Gegend rund um Greenville gezeigt wurde und wir unter anderem bei einer Bikeshow und dem Museum des „Upstate“, des höherliegenden Teils South Carolinas waren, fühle ich mich zum einen Teil in meinen Vorurteilen bestätigt zum anderen aber auch nicht. Das liegt vorallem daran, dass zumindestens ein Teil der Bevölkerung das Interesse hat die Geschichte seiner Heimat mit allem Unrecht das getan wurde kennenzulernen und ein anderer Teil immer noch Eiserne Kreuze und Konförderierten Flagge als Aufnäher trägt. In den darauf folgenden Tagen waren wir unter anderem „Ziplinen“ und im Museum der Cherokee in Cherokee, wo zunächst die ehemaligen Lebensgewohnheiten der Cherokee und danach die Vertreibung thematisiert wurde. Am fünften und somit letztem Tag haben wir einen Geburtstag begangen und waren unter anderem im Kino und auf meinen Wunsch hin bei Walmart, weil ich einen dieser 24/7 Megastores von innen sehen wollte. Am Tag darauf bin ich von Charlotte in North Carolina nach Chicago geflogen, wo ich auf den anderen Teil der rheinischen Gruppe treffen sollte, die es aber nicht rechtzeitig an Bord des Fluges nach Sioux Falls geschaft hat, sodass ich fünf Stunden Vorsprung auf den Rest hatte.

Nachdem unsere Gruppe gestern, auch wenn teilweise verspätet, in Sioux Falls angekommen ist, hatten wir die Freude die anderen Teilnehmer der diesjährigen Youth Peace Conference kennenzulernen. Diese kommen zum einen aus der Penn Central Conference der United Church of Christ und zum anderen aus der Brandenburgischen Landeskirche. Die erste Nacht haben wir in der First Congregational Church of Sioux Falls verbracht, um am nächsten Tag früh aufstehen und alle Materialien und Koffer einpacken zu können, damit wir uns heute schnell auf die Reise nach Rapid City machen konnten. Auf dem 570 Kilometer langen Weg haben wir zunächst an einer Gedenkstelle für halt gemacht, der die erste Entdeckungsfahrt im Auftrag der Regierung machte und unter anderem den Präriehund erstmahlig beschrieb. Von dort aus ging es weiter zum St Joseph’s Indian School Museum. Danach ging es auf dem Highway weiter zum legendären Wall Drug Store, einem Krimskrams-Geschäft das den ganzen Highway lang ausgeschildert ist. Dort haben wir uns ein wenig umgeschaut und zu Abend gegessen. Darauf folgten die letzten zwei Stunden zu unserer Camp Rimrock Lodge wo wir die nächsten vier Tage verbringen werden.

Jan Kock

Jan stellt sich vor

Jan KockIch bin Jan Kock, 17 Jahre alt und aus Wesel am Niederrhein. In meiner Freizeit engagiere ich mich bei den Maltesern im Katastrophenschutz und bei der DLRG als Rettungsschwimmer und Übungsleiter. Während der Ferien fahre ich seit 2012 mit der Evangelischen Jugend Wesel auf Freizeit, seit letztem Jahr auch als Teamer und Freizeitkoch.

Von der Partners in Peace Conference der UCC habe ich über eine E-Mail vom Jugendreferat des Kirchenkreises Wesel erfahren. Nach einigen Vorbereitungstreffen mit dem Rest der Delegation der Evangelischen Kirche im Rheinland freue ich mich nun auf den Beginn unserer Reise.

Jenny stellt sich vor

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Halli hallo hallöchen!
Das bin ich- Jenny. Ich bin 20 Jahre alt und studiere momentan im dritten Semester Soziale Arbeit an der Universität Duisburg – Essen. Ich wohne zusammen mit meiner Freundin Nici in Essen Holsterhausen. Neben meinem Studium arbeite ich in dem Jugendhaus Rubensstraße in Essen Holsterhausen.
In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit Freunden, schaue Serien und bin generell viel unterwegs. Ich habe ein großes Herz für Tiere und lege großen Wert auf die Umwelt.
Meine ersten Schritte in der Evangelischen Kirche habe ich in dem Ev. Kinder und Jugendhaus „Gecko“ in Essen Kray gemacht. Dort habe ich auch quasi meine halbe Jugend verbracht und habe dort ehrenamtlich gearbeitet. Zudem habe ich auch lange Zeit die Konfirmanden mit betreut und mein Jugendhaus auf der Jugendvollversammlung der Evangelischen Jugend Essen vertreten. Heute bin ich Mitglied des Presbyteriums und des Jugendausschusses.
Das wichtigste am „evangelisch sein“ sind für mich die christlich-evangelischen Werte. Ich glaube daran, dass die evangelische Kirche viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen zusammen bringt. Eines haben jedoch alle gemeinsam: der Glaube an eine bessere Welt, an die Nächstenliebe und Gerechtigkeit.

Reisevorbereitung

Post aus den USA

Vor einigen Tagen bekam ich Post aus den USA. Peter Emig, der Organisator von „Partners in Peace“ schickte uns noch einen Brief mit letzten Infos und Material zur Vorbereitung. Das Programm ist voll, wir werden uns in den 10 Tagen bestimmt nicht langweilen. Das Treffen findet im Bundesstaat South Dakota (Im mittleren Norden der USA) statt. Von Sioux Falls aus fahren wir zu Orten wie Mount Rushmore, Crazy Horse, Wounded Knee und das Cheyenne River Reservation. Wir besuchen ein Pow-wow, eine Sweat Lodge und werden „native Americans“ kennen lernen. Die UCC setzt sich als kleine, linksliberale Kirche in den USA auch für die Rechte der Schwarzen und indigenen Völker ein. Ich bin sehr gespannt, was Friedensarbeit in einem Land bedeutet, das gerade in den letzten Wochen von rassistischen Auseinandersetzungen, Waffengewalt und einem sehr polarisierenden Präsidentschaftswahlkampf geprägt ist.